Haldern

Lindendorf Haldern : Vor- und Frühgeschichte
Die Siedlungsgeschichte Halderns geht weit zurück: Die ältesten Funde datieren aus der jüngeren Steinzeit. Es gab ein altes Dorf gleichen Namens, das im heutigen Halderner Feld gelegen haben muss, dass aber nur periodisch besiedelt war. Den Anfang des heutigen Ortskerns markiert die erste Kirche. Die Existenz einer Pfarre Haldern wird erstmals 1188 urkundlich erwähnt, mündlich überliefert ist 1040 als Jahr der Gründung.
Das mittelalterliche Haldern besaß zwischen dem 14. bis 17. Jahrhundert Stadtrechte und die Gerichtsbarkeit der Herren von Wittenhorst zu Sonsfeld.
Einige Zeugen der Geschichte sind bis heute erhalten. Wir sind stolz auf:

Die Burg Aspel, im 10. Jahrhundert Residenz des Grafen von Aspel und Heimbach. Gräfin Irmgardis vermachte die väterliche Burg dem Erzbischof von Köln. Im Verlauf ihrer wechselvollen Geschichte wurden zunächst Teile der Hauptburg abgebrochen, die restlichen Gemäuer im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört. Die erwähnten Herren von Wittenhorst zu Sonsfeld erbauten auf den Grundmauern der Vorburg ein neues Schloss, das sich heute im Besitz der Schwestern von Heiligen Kreuz befindet.

Vom Rittergut Sonsfeld (1259), dem sagenumwobenen „verschwundenen Schloss“ sind nur die Grabenanlagen als Bodendenkmal erhalten geblieben.

Die katholische Kirche war im 13. Jahrhundert zunächst eine Kapelle mit pfarrlichen Rechten. Die Menschen verschiedenster Jahrhunderte haben ihre baulichen Spuren hinterlassen: der Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert, Langhaus und die obere Hälfte des Turmes wurden im 15. Jahrhundert neu aufgesetzt, die Gewölbe und die Turmhaube nach dem Brand von 1672 erneuert. Der heutige Kirchbau zeigt eine neugotische Backstein-Halle aus den Jahren 1874-76 bzw. 1921-23. Obwohl die Herren von Wittenhorst-Sonsfeld bereits im 16. Jahrhundert zum reformierten Glauben übertraten, konnte erst 1780 der Grundstein für eine evangelische Kirche gelegt werden. Sie besteht aus einem Backstein-Gebäude mit einem hölzernen Dachreiter, dass über einem länglichen, achteckigen Grundriss errichtet worden ist.Vom Kloster Schledenhorst, ehedem Sitz eines Zisterzienserinnen-Klosters, ist nur noch ein niedriger, langgestreckter Hügel etwa 30 Fußminuten von Haldern entfernt, übriggeblieben. Der Käufer der Besitzung Schledenhorst ließ Kirche und Kloster nach dem Auszug der letzten Nonnen abbrechen. Aus den Trümmern bauten Nachbarn des Klosters die Kapelle Schledenhorst, die eine wertvolle Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert enthält.

Der Battenbergturm, ein Wohnturm aus dem 15. Jahrhundert, steht am Dorfausgang Richtung Wertherbruch. Er wurde in den letzten Jahren aufwendig restauriert und zweckentsprechend eingerichtet. Der Turm wird als Heimatstube genutzt.

Lindendorf Haldern – in jüngerer Zeit Von 1808 bis 1975 gehörte Haldern mit Sonsfeld und Aspel und einigen Bauernschaften zum Amt Haldern. Seit der kommunalen Neugliederung gehören wir zur Stadt Rees.
Haldern bietet ein gutes Wohnumfeld: recht gute Einkaufsmöglichkeiten, Kindergarten und Grundschule für die kleinen Einwohner, ein Altenheim für unsere Senioren, Ärzte, einen Bahnanschluss und einen nahegelegenen Autobahnanschluss. Dies zeigt sich auch in einem regen Vereinsleben und einer stetig steigenden Einwohnerzahl.
Seinen Beinamen „Lindendorf“ verdankt Haldern den Linden, die seit über 200 Jahren den Ortskern umstehen und zum Verweilen einladen. Leider haben Krieg und Nachkriegszeit diesen Bestand stark dezimiert. Erfreulicherweise wurden in den letzten 10 Jahren 500 Linden neu angepflanzt. Viele dieser Linden stehen auf dem neu gestalteten Lindendorfplatz. Dieser Platz wurde Pfingsten 2003 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Auf dem Lindendorfplatz befindet sich der neue Halderner Ständebaum, ein Rondell mit Bänken, sowie ein neu angelegtes Biotop. Spazierwege durchziehen die ganze Fläche.